Freitag, 19. März 2010

Rundreise mit Hannes und Ace Part 4 - Goa

Also starteten wir wieder früh morgen zum Flughafen Delhi. Nach einem kurzem Zwischenstopp in Ahmedabad ging es dann weiter nach Goa. Im Flughafen machte ich noch schnell unser Hotel in Goa klar, die uns dann auch noch ein Taxi organisierten. Also kamen wir in Goa an, alle ziemlich platt, die Hitze und frühes aufstehen ist halt nicht jedermanns Sache. Unser Hotel war diesesmal eine einfache Bambushütte mit Moskitonetzen über dem Bett, vorher waren wir doch recht komfortabel gereist. Es hatte aber einen gewissen Flair, was kaum mit Sternen aufzuwiegen ist. Außerdem bot das Guest House auch Yoga an, was ganz gut war, da das gerade für die beiden auch wieder absolutes Neuland war. Also gingen wir am nächstens Tag morgens zum Yoga und Hannes meinte nur: „ Ich glaub ich mache mich nie wieder über Leute lustig die Yoga machen!“ man hat halt danach auf jedenfall Muskelkater an Stellen die man vorher gar nicht kannte.
Unsere Zeit In Goa lässt sich allerdings ganz einfach beschreiben, morgens Yoga dann zum Strand, in die Sonne legen und baden dann ein wenig herumlaufen, den Sonnenuntergang genießen und dann zu Abend essen in einem von den vielen leckeren Bars direkt am Strand, wovon eine auch wunderbare Shishas hatte die wir uns gegönnt hatten.
Einen Nachmittag waren wir allerdings in Margao, da war Karneval und ich fand es spannend zu sehen wie Inder Karneval feiern. Am Ende war es doch mehr eine Werbeveranstaltung von Maggi, Honda und den großen Resorts von Goa. Aber trotzdem war es irgendwie witzig anzuschauen das es auch in Margao ein Karnevalskomitee gibt.

Freitag, 12. März 2010

Rundreise mit Hannes und Ace Part 3 - Goldenes Dreieck

Nach einer kurzen Nacht ging es ab in unser Taxi, ein Ambassador, die hier immer noch so hergestellt werden wie vor 50 Jahren, also im selben Stil, ein heritage car, wie unser Fahrer stolz feststellte. Also fuhren wir los und nachdem wir den Verkehr und die Entfernung mal wieder falsch eingeschätzt hatten waren wir nach so ca. 4 oder 5 Stunden in Agra. Unser Fahrer empfiehl uns einen Guide für das Taj Mahal zu nehmen, was sich als guter Tipp erwies. Unser Guide hatte seine Leute am Eingang, so dass wir schnell und ganz bequem rein kamen. Aber drinnen wurde er dann ein bisschen zur nervensäge. Wir sind dann immer schnell von einem Fotospot zum nächsten, immer zack zack, da konnte man das gar nicht so genießen. Aber war trotzdem schön dort. Ich war nur fasziniert mit welcher Präzision das Gebäude gebaut wurde und das von Indern... Naja anscheinend geht das wenn Geld keine Rolle spielt und man alle Arbeiter der Gegend mobilisieren kann.
Nach dem Taj Mahal ging es dann weiter nach Jaipur, der Hauptstadt von Rajasthan. Dort erinnert die Architektur und Landschaft mehr an Arabien als an Indien, also wieder ein anderes Indien. In Jaipur waren wir aber auch nicht lange. Wir schauten uns nur das Amber Fort an, ritten auf Elefanten das Fort hoch, was schon ein bisschen ungewöhnlich ist. Es hat Spaß gemacht nur wurde mir im nachhinein klar, dass dies eigentlich keine Gegend für Elefanten ist, das die nur als Touristenattraktion dienen. Das ist dann nicht so toll...
Nachdem wir uns dann das Observatorium angeschaut haben, welches die größte Sonnenuhr der Welt beherbergt, machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach Delhi.
Das dauerte dann so 7 Stunden, selbst unser Fahrer meinte er hätte noch nie solange für die Strecke gebraucht.

Rundreise mit Hannes und Ace Part 2 – Delhi

Nächster Halt Delhi! Nach einem zweistündigen Flug von Chennai nach Delhi kamen wir an in der Hauptstadt. Wir nahmen uns ein Prepaid-Taxi vom Flughafen zum Hotel. Aber man merkt schon die Luft in den indischen Megastädten ist dick und stickig. Aber Delhi sehr vorbildlich, alle öffentlichen Fahrzeuge und die staatlichen Taxis laufen mit Biogas. Aber ist trotzdem nur ein kleiner Teil der Fahrzeuge, wenigstens ein Anfang. Was mir so gar nicht gefällt an der Fahrt vom Flughafen in die City ist, das man erstmal eine halbe Stunde feststellen kann wieviel Militär Indien hat... Ohne Scheiß man fährt eine knappe halbe Stunde nur an Luftwaffen und Infanteriestützpunkten vorbei, freundliches willkommen stelle ich mir anders vor. Nach Militär kommt dann massenhaft Verkehr... Weil in Delhi diesen Oktober die Commonwealth Games stattfinden wird die ganze Infrastruktur mit einem Ruck erneuert, das sorgt auf überfüllten Straßen zu einem massiven Chaos. Auf den Bauzäunen wird geworben mit Sprüchen wie „for a better tomorrow“. Nach einer knappen Stunde Taxifahrt waren wir dann im Hotel angekommen. Dort wartete schon die ganze Touri-Ausbeute-Maschinerie. Der Portier meinte unsere Zimmer würde gerade gereinigt, es würde wohl ca. 1 Stunde dauern dann könnten wir rein. In der Zeit sollen wir uns doch einfach in den kleinen Raum setzen und einen Tee trinken.
Noch etwas müde vom frühen aufstehen und spät ins Bett gehen setzen wir uns in den Raum und tranken Tee. Was ich Anfangs nicht realisiert hatte war, das der Raum das Reisebüro des Hotels war. So ging es dann los und er schaffte es tatsächlich uns einen Trip zu verkaufen, der zwar eigentlich zu kurz und viel zu teuer war. Meine Wahrnehmung hatte er getrübt als er direkt den Europreis gesagt hat und ich jegliches Gefühl für Europreise mittlerweile verloren hab... Nunja hat man wieder dazugelernt.
Also unsere Rundreise Paket beinhaltete Delhi Sightseeing und dann Rundfahrt Agra - Jaipur -Delhi.
In Delhi schauten wir uns den Rajgaht, den Lotustempel, Humayuns Tomb und das India Gate an. Rajghat ist das Grabmal von Mahatma Gandhi. Dort waren mehrere Schulklassen auf einem Ausflug und alle wollten wie immer ein Foto von der 3 weißen... also immer brav posieren. Dann musste Antje auch noch Autogramme für die Kiddies geben.
Der Lotustempel ist ein Tempel der Bahai-Religion. Hatte ich vorher auch noch nicht gehört, das ist so eine Religion die alle toleriert und das beste aus den großen Religionen in sich vereint, etc. wie so viele andere Glaubensgemeinschaften hier in Indien. Aber das Bauwerk an sich war schon imposant, von der Architektur her erinnerte es ein wenig an die Oper Sydney aber als Lotusblüte. Innen war ein riesiger leerer Raum, der an eine Aula erinnert mit Stuhlreihen hinten und Rednerpult vorne. Es waren zig freiwillige Helfer dort die die ganze Zeit ihren Finger vor dem Mund hielten das man leise sein soll und kein Wort sagen, denn es soll ein Raum der Meditation und Stille sein. Die Atmosphäre wurde aber dadurch geraubt das ständig Menschen rein und raus geschleußt wurden und dadurch schon allein eine Unruhe entstand. Schön fand ichs nur kurz drin als sich ich vermute mal ein Vogel auf draußen auf die Spitze setzte und zwitscherte das schallte dann durch den Raum auf eine angenehme, natürliche Art und Weise.
Humayuns Tomb ist das Grabmal irgendeines Indischen Kaiser und dient als architektonisches Vorbild für das Taj Mahal. Es war weniger das Gebäude was faszinierte, es war die Stimmung. Du kommst aus dem Moloch Delhi und plötzlich ist eine gewisse Ruhe, eine gespentische atmosphäre wo Wellensittiche um uns herum flogen und wir waren fast die einzigen Besucher. Das war also eines dieser Monumente, wo ich mir sage, ich habe nicht viel erwartet aber es war richtig toll. Aber das war auch nur der Moment. Schwer zu beschreiben...
Zum Schluss ging es noch vorbei am India Gate, das war auch eindrucksvoll angestrahlt und eine Menschenmasse war auf den Staßen. Es wirkt ein wenig wie der Triumphbogen von Paris. Mehr kann man eigentlich nicht dazu sagen.
Dann ging es also am nächsten morgen zur Entdeckung des Goldenen Dreiecks.

Mittwoch, 10. März 2010

Rundreise mit Hannes und Ace Part 1 - Chennai

in der letzten Woche war ich mit Ace und Hannes auf Rundreise, wir hatten uns ursprünglich 3 Ziele vorgenommen: Delhi, Goa und Auroville. Weil uns das aber nicht genug war fügten wir noch Chennai, Agra, Jaipur und Pondicherry dazu und das wohlbemerkt in 8 Tagen. Also 7 Städte in 8 Tagen, das soll Urlaub sein... Aber ich fange mal von vorn an.
Nach einer kurzen Nacht mache ich mich auf nach Chennai um die beiden am Flughafen zu empfangen. Da passierte mir wieder etwas was nur in Indien passieren kann, ich ging halt ganz einfach auf das Flughafengelände wo gerade ein wenig Chaos herrscht, weil dieser ausgebaut wird. Jedenfalls gehe ich hinein und dann fragt mich nachdem ich am xten Wachmann vorbei bin einer nach meiner Visitorspermit den man sich für 60 Rs am Eingang kaufen muss. Den hab ich aber nicht also werde ich von dem lieben netten Mann mit der Kalaschnikow in der Hand zum Eingang begleitet. Dort tausche ich dann 60 Rs gegen einen gelben Schein und alles ist in Ordnung...
Kurze Zeit später kamen Ace und Hannes dann raus und ich schaute einfach nach den blassesten Leuten, so fand ich sie recht schnell.
Dann nahmen wir uns eine Rickscha und fuhren zu unserem Hotel. Total geflasht von den neuen Eindrücken waren nicht alle von uns dreien auf der Spur. Geschockt von den hygienschen Umständen dachte ich mir das wir in ein mir bekanntes gutes Restaurant essen gehen und das war richtig lecker und günstig ( für europ. Verhältnisse). Danach war die Welt dann wieder in Ordnung.
Wir verbrachten 2 Tage in Chennai waren unter anderem am Marina Beach, das ist ein langer breiter Streifen Strand nahe dem City center. Dort saßen wir dann und die beiden kamen richtig an sozusagen. Da in der Region kaum Tourismus ist, waren wir schon was besonderes als weiße und so ein kleine Attraktion am Strand. Ein Vater kam mit seinen Kindern und alle mussten uns 3 die Hand geben und sagen wie sie heißen. Das war eine sehr angenehme Atmosphäre.
Dann gab es Abends noch eine schöne Szene, sorry Hannes der muss sein. Wir saßen beim Essen und wir hatten so ein Buffet und wir hatten mächtig Spaß die Köstlichkeiten auszuprobieren. Und dann total geflasht von vielen neuen Früchten und Geschmäcken fragt Hannes: „und was ist das schon wieder für eine Frucht?“ ich grinse mir einen ab und sage: „Hannes, das ist ein Apfel!“. Sehr witzig das Gesicht dazu.

Montag, 18. Januar 2010

Pongal

Und nun zum Neujahr der Tamilen, Pongal. Pongal besteht aus 3 Tagen, 2 Tage an denen gefeiert und geputzt wird damit man am 3 Tag dem Neujahr alles sauber beginnt. Doch an dem 3 Tag finden je nach Dorf unterschiedliche Riten statt, hauptsache es ist danach das ganze Dorf wieder schmutzig. Wir waren in Kuillyapallam, dem touristischen Dorf der Dörfer. Dort gab es eine Art Cowrace. Um einen kleinen See befinden sich dort 2 Tempel und zwischen den Tempel werden die Kühe hin und hergetrieben. Vorher jedoch mit Bananen, Kokosnüssen und Blumen behangen die Kühe werden dann wild gemacht in dem die Dorfbewohner deren Schwänze nehmen und knicken, sodass die Kühe schmerzen haben und weglaufen, dabei versuchen dann amdere die Dekoration der Kühe zu „pflücken“ und diese dann in die Menge zu schmeißen. Eine großes und buntes Spektakel an dem Männer wie Frauen teilnehmen und ausgelassen feiern, also was man hier darunter versteht...ich schau mal das ich noch ein paar Bilder dazu hochlade, ist alles schwer zu erklären, die Bilder sind aber auch super geworden.

Weihnachten und Sylvester

So auch wenn etwas verspätet kommt mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Als wie habe ich die zwei traditionellen Feste verbracht? Weihnachten hatten wir (einpaar andere Weltwärtsler und Leas Mutti) uns in Sanjeevinegar versammelt, dort ist ein Platz der zum Mohanam Culture Center, einem Dorfentwicklungsprojekt, gehört. Man muss erst über einem kleinen Fluss wobei 2 Baumstämme als Brücke dienen. Beim hingehen legte ich fest nicht allzuviel zu trinken, weil es sonst zu nass werden kann... auf jeden Fall muss man erst Balancieren, dann durch ein kleines Stück Wald tappen und dann erreicht man einen Platz mit vielen Palmen und einen Kiethütten. Dort haben wir dann unser Lagerfeuer gemacht und Frauke hat Teig für Stockbrot organisiert und einige andere Salate. Somit hatte unsere Weihnachten schon ein bisschen Ferienlager-stil aber auf jedenfall schön. Dann rief ich meine Schwester an um meiner Familie alles gute zu wünschen, die sollte dann mal alle von mir umarmen, stell mir das lustig vor wie sie die runde rumgeht und alle ohne Vorwarnung umarmt... hat ihr wohl auch spaß gemacht und in dem Moment wär ich doch gern da gewesen aber man kann halt nicht alles haben. Am Tag nach Heiligabend gings dann wieder auf Arbeit, weil ich so ziemlich der einzige mit „christlichen“ Hintergrund bin, hat man halt nicht Frei. Außerdem waren alle meine Vorgesetzten auf Baustellen außerhalb, also war ich mal für ein Tag der Chef, war auch cool. Dann hatte ich die Pläne verteilt und meine Kollegen wussten was zu tun ist und ich hab mich für den Nachmittag abgemeldet und bin zu den Granit Mines baden gefahren, ich gebs zu ein bisschen fies, aber war trotzdem gut.
Sylvester war auch sehr anders als gewohnt. Wir feierten bei Bene und Jan auf dem Dach. Die wohnen direkt im Dorf und haben Große Boxen um ein bisschen Tanzbare Musik zu machen. Also tanzten wir bis in die Morgenstunden und als wir unsere Boxen ausmachten fing der Tempel an Musik zu machen. Den im Dezember werden die Götter geweckt im Hinduismus stellt man sich vor das ein Menschen-Jahr ein Tag für einen Gott ist. Und der Dezember Monat bzw. der letzte Monat des Jahres im Mondkalender ist der Monat in dem die Götter aufstehen, also spielt der Tempel jeden Morgen von 4-6 Musik. Aber so ganz versteh ichs auch nicht...Auf jeden Fall hatten wir eine Menge Spaß und auch eine Menge Lärm gemacht und das Dorf um uns herum war toten still. Denn alles was hier nicht geschäftlich läuft geht nach dem Mondkalender und da beginnt das neue Jahr am 16.1.