So also nun ein bisschen Stoff für die Rubrik Toni und die Straße…
Wie schon erwähnt hatte ich bei der einen Granit Mines Tour die Bremse von meinem Bike etwas umgebogen. Nachdem ich das bei meinem Bikevermieter zurückgegeben hab, besorgte ich mir von einem anderen ein neues, was zudem noch günstiger war, mehr service für weniger Geld. Dafür sollte es für einen Tag eine Honda Hero sein, wie ich auch schon vorher hatte, allerdings hatte sie ein paar Macken, wie z.B. ging der Motor bei nicht ständigen betätigen des Gashebels regelmäßig aus und noch viel schlimmer, die Hupe funktionierte nicht. Dann kam dazu, das ich mich direkt am ersten Morgen mit dem Bike hinlegte… Ja das passiert hier schnell. Ein Hund rannte kurz vor mir auf die Mitte der Straße und guckte mich bellend an, nachdem meine Hupe nicht ging, griff ich reflexartig zur Vorderbremse, ein großer Fehler denn das Vorderrad blockierte und der Lenker knickte ein, sodass ich noch abspringen konnte und mir ein paar kleine Schürfwunden zuzog. Die Sache im allgemeinen hier ist, man fährt halt ohne wirkliche Schutzkleidung, dafür aber für deutsche Verhältnisse nur Spielstraßengeschwindigkeit. Daher ist mir auch bei der Begegnung mit dem Hund kaum was passiert, nagut ich konnte 1 Woche lang nicht schwimmen gehen und musste regelmäßig zum Dressing (Verbandswechsel) aber sonst hatte ich keine Einschränkung. Jedenfalls hatte auch dieses Bike klare Spuren meiner Benutzung davongetragen. Die Frontblende war total gebrochen, aber nur optischer Schaden. Dann bin ich noch eine Woche mit dem Bike gefahren, dann riss mir die Kette. Ich rief Lakschman an und sagte ihm mir sei die Kette gerissen, daraufhin schickte er seinen Mitarbeiter los, ein ca. 14 jähriger Junge, welcher gezielt die Verkleidung aufschraubte und feststellte das die Kette gerissen ist. Also rief er seinen Chef an und der schickte noch jemand vorbei, wir dachten es kommt nun jemand mit einer neuen Kette, aber wie das hier in Indien so läuft wird dann mal eben die Kette von dem Bike des Mechanikers ausgebaut und ich mit dem Bike zur Werkstatt geschickt, klang gar nicht gut… Auf jeden Fall hatte dann Lakschman ein neues vorübergehendes Bike für mich, eine Bajaj Caliber 115, mit folgenden Macken: Licht funktioniert nicht immer, Hinterrad völlig runtergefahren und relativ klein, also optimal für mich kleinen Menschen. Also 2 Tage mit dem Bike unterwegs gewesen, nachts ohne Licht, nur mit Stirnlampe gefahren, aber sonst alles glatt gelaufen. Heute früh brachte er mir dann eins vorbei, was ich hoffentlich mal etwas länger fahren kann. Gleiches Modell wie das Letzte, nur mit höherem Lenker, tieferen Pedalen, dickeren Griffen, also optimal für mich großen Menschen. Und man glaubt es kaum, bisher ohne Macken!
Auch wenn das jetzt manche beunruhigt hat, werde schon heil zurückkommen.
In diesem Sinn gute Nacht und gute Fahrt!
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